Pressemeldung vom 19.09.2014: Grundsatzvereinbarung zwischen den Gesellschaftern Stadt Garching und Bayernwerk AG der EWG GmbH & Co. KG

Erster Bürgermeister Dr. Dietmar Gruchmann und der Vorstandsvorsitzende der Bayernwerke AG, Reimund Gotzel unterzeichnen die Grundsatzvereinbarung zwischen den Gesellschaftern.

Die Gesellschafter der Energie-Wende-Garching, die Bayernwerk AG und die Stadt Garching, sehen in der EWG ein zukunfts-weisendes Projekt der Energiewende. Die Gesellschafter unterstützen daher die EWG partner-schaftlich mit hohem finanziellen Einsatz und Risikoübernahme. Für beide Gesellschafter stellt das finanzielle Engagement eine enorme Heraus-forderung dar.

Die Gesellschafter bekräftigen das Ziel der EWG und sehen auch heute die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterführung der Gesellschaft. „In vielen zentralen Handlungsfeldern gestalten wir die Energiewende in Bayern aktiv mit. Unsere Aufgaben und unser Engagement reichen von der bayern-weiten Entwicklung der Energieinfrastruktur bis hin zu lokalen Energieprojekten. Deshalb stehen wir auch zu unserem Vorhaben, mit der EWG eine effiziente und ressourcenschonende Wärmeversorgung für Garching sicherzustellen“, so Vorstandsvorsitzender Reimund Gotzel zum Engagement des Bayernwerks in Garching.

Bereits mit der Verabschiedung des Finanzierungskonzepts im vergangenen Jahr haben die Gesellschafter die Bereitschaft zur weiteren finanziellen Unterstützung der EWG bekundet und somit die Weiterführung des Geschäfts-betriebs der EWG gesichert. Trotzdem sind weiterhin erhebliche Anstrengungen der Gesellschaft und auch der Gesellschafter erforderlich, um nachhaltig Erfolg zu haben. Vor diesem Hintergrund haben das Bayernwerk und die Stadt weitere Grundsätze der Zusammenarbeit entwickelt und beschlossen.

Trotz gleicher Kapitalquoten ist gegenwärtig das finanzielle Engagement der Gesellschafter und damit die Risikoverteilung nicht gleichwertig. So hat das Bayernwerk zur Finanzierung der Bohrung 11 Mio. € Genussrechtskapital gezeichnet und damit der EWG quasi Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Um die Risikoverteilung anzupassen, wird die Stadt Garching ab 2014 dem Bayernwerk Genussrechtskapital zum Nominalbetrag in sechs jährlichen Tranchen abkaufen, bis beide Gesellschafter die gleichen Anteile halten.

Zur weiteren Stabilisierung der EWG tragen auch die zusätzlichen durch die Gesellschafter vereinbarten Maßnahmen bei. So wird das Bayernwerk auf die Auszahlung der bis 2012 aufgelaufenen Zinsen auf das Genussrechtskapital verzichten. Auch die Stadt Garching verzichtet auf die Begleichung bestehender Forderungen gegenüber der EWG. „Für die sehr breite Zustimmung zur Grundsatzvereinbarung und für die Loyalität zum Projekt“, bedankt sich Erster Bürgermeister Dr. Dietmar Gruchmann beim Stadtrat.

Basis für das Gelingen der dauerhaften Sanierung der EWG sind weitere Erfolge im Vertriebsgeschäft. Hier wird die Stadt Garching eine wichtige Rolle übernehmen und die Geschäftsführung unterstützen: „Nachdem ich seit Anfang an hinter dem Projekt stehe, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, für die EWG bei Gesprächspartnern, ansässigen Unternehmen und am Campus zu werben“, so Erster Bürgermeister Dr. Dietmar Gruchmann zu seinem Einsatz für das Projekt.

Maxime ist, dass spätestens ab 2017 die Gesellschaft ohne weitere Einlagen der Gesellschafter alle Zahlungen aus eigener Kraft finanzieren kann.

Damit ist die EWG zukunftsorientiert ausgestaltet. Gemeinsam partnerschaftlich zum Wohle des Projektes ist das gelebte Credo der Gesellschafter.

Information zu Energiemengen

Die von der EWG in 2013 produzierte Wärme (26.111 GWh) wurde aus Geothermie (17.674 MWh) und Heizöl (8.437 MWh) gewonnen. Somit ergibt sich ein Geothermie-Anteil in 2013 von ca. 68%. Dieser Wert weicht von dem Wert 2012 ab, da in 2013 umfangreiche abschließende Arbeiten an der Geothermiebohrung durchgeführt wurden, die in dieser Zeit abgeschaltet wurde. So wurden zum Beispiel zusätzliche Armaturen an der Versenkbohrung eingebaut und Tests mit der Förderpumpe durchgeführt. Der Bezug von Strom für Netz- und Förderpumpen lag bei 3.169 MWh.

Die von der EWG in 2012 produzierte Wärme (12.539 MWh) wurde aus Geothermie (10.157 MWh) und Heizöl (2.469 MWh) gewonnen. Somit ergibt sich ein Geothermie-Anteil in 2012 von ca. 81%. Der Bezug von Strom für Netz- und Förderpumpen lag bei 1.995 MWh.

 

Thursday, 16. October 2014
Notfall-Rufnummer bei Störungen

089 / 5208 - 4166

Auch wenn die Fernwärmeversorgung aus Geothermie eine sichere und weitestgehend wartungsfreie Heizungsform ist, kann es - wie bei jeder Technik - in sehr seltenen Fällen auch zu Störungen kommen. Für solche...

Wednesday, 15. October 2014
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