Mittwoch, 19. Oktober 2011

Downloads der Reden sowie Fotos am Ende des Artikels

Am heutigen Tage wird die Geothermieheizzentrale offiziell eingeweiht.

Den Tag möchte die EWG auch nutzen, um das Projekt Revue passieren zu lassen. Die erste Bohrung TH1 an der Ludwig-Prandtl-Straße konnte erfolgreich im Herbst 2008 abgeschlossen werden. Sie verfügt über eine hervorragende Durchlässigkeit und stellt daher in der geothermischen Dublette die Reinjektionsbohrung dar. Sie bietet die optimalen technischen Rahmenbedingungen, um das Wasser wieder in den Malm zurückführen zu können.

Im Mai 2009 ist am Hüterweg mit der zweiten Bohrung begonnen worden. Leider ergaben sich bei den Pumpversuchen einige Schwierigkeiten, da sich Sedimentgestein löste. Dies führte letztlich zur Verstopfung des Bohrloches. Das Bohrgerät musste erneut aufgestellt werden, um das Loch hydraulisch wieder herzustellen. Vorsorglich, um auch sicher gewährleisten zu können, nachhaltig warmes Wasser fördern zu können, sind sog. Liner, also eine Verrohrung eingebracht worden. Mit über 100 l Schüttung / sec. und 74 ° C erfüllt das Ergebnis alle Erwartungen.

Mit der Grundsteinlegung der Geothermieheizzentrale im Juni 2010 haben die Gesellschaftsvertreter Daniel Klotz (AR Recycling GmbH), Dr. Christian Liebl (E.ON Bayern AG) und Erste Bürgermeisterin Hannelore Gabor (Stadt Garching) die Energie-Wende eingeläutet. Geothermie und Biomasse bilden den Grundstein für das klimaschutzfreundliche Garching. Das umfangreiche Energiekonzept der Stadt Garching untermauert nachhaltig den Willen der Stadt und aller Beteiligten, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen.

Bereits parallel zu den Bohrungen hat die EWG mit dem Verlegen der Fernwärmeleitungen begonnen. Zunächst sind entlang der U-Bahnlinie die Thermal- und Fernwärmeverbindungsleitung verlegt worden. In Garching selbst sind ca. 9 km Leitungen bereits verlegt worden.
 
Seit dem 1.10.2010 beliefert die EWG die ersten Kunden mit Fernwärme, was zunächst über Provisorien erfolgte. Seit April 2011 ist eine regenerative Energiewärmelieferung möglich
Die Heizzentrale bildet das Herzstück des Projektes, mit allen zum Betrieb des Fernwärmenetzes wichtigen technischen Einrichtungen. Mit der Inbetriebnahme ist der Thermalwasserkreislauf geschlossen worden. Das Gebäude beinhaltet unter anderem die Plattenwärmetauscher, in denen das geförderte Thermalwasser seine Wärme an das im Fernwärmenetz zirkulierende Wasser abgibt, ehe es wieder in den tiefen Untergrund zurückgeführt wird. Ferner befinden sich in dem Gebäude die Wasseraufbereitung, die Netzpumpen sowie die Ölkessel für die Spitzenlast und Ausfallsicherheit. Alle wichtigen Anlagenkomponenten sind aus Gründen der Versorgungssicherheit redundant, das heißt mehrfach und unabhängig voneinander vorhanden.
Mit Abschluss der Phase 1 werden gegenüber ausschließlich fossiler Wärmeerzeugung etwa 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
58 Kunden beliefert die EWG mit Fernwärme. In Garching selbst stehen 4,9 MW unter Vertrag, was umgerechnet dem Wärmeverbrauch von 326 Einfamilienhäusern darstellt. Mit dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik und der Metallinnung versorgt die EWG bereits zwei Einrichtungen des Hochschul- und Forschungszentrums mit zusätzlich 1,1 MW (entspricht Wärmeverbrauch 74 Einfamilienhäuser). In Hochbrück konnten bereits Verträge mit einem Wärmeverbrauch von 1,3 MW geschlossen werden.

Die EWG ist mit der Kundennachfrage zufrieden. Der günstige Öl- und Gaspreis ist für einige Kunden ein Hemmschuh. Die Akzeptanz für die nachhaltige Wärmeversorgung ist ausgesprochen positiv und das Kundeninteresse ist daher sehr hoch. Den meisten Betroffenen ist mehr als bewusst, dass der Öl- und Gaspreis wieder ansteigen wird und der Anschluss an die Fernwärme daher wirtschaftlich ist.

 

Als Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung

Energie-Wende-Garching GmbH & Co. KG
Geschäftsführer Dr. Christian Hofmann
Telefon: 089 / 1891 779-0
Öffentlichkeitsreferentin  
Annette Knott
Telefon: 089-32089-149

 

Downloads:

Reden:

Herr Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Herr Nagel, E.ON Bayern AG

Frau Gabor, Erste Bürgermeisterin der Stadt Garching

Begrüßung, Geschäftsführung der EWG

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Fotos:

               

 

Mittwoch, 19. Oktober 2011
Einweihung der Geothermieheizzentrale

Downloads der Reden sowie Fotos am Ende des Artikels

Mittwoch, 24. August 2011
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