Fragen und Antworten

Warum kann Garching nicht nur mit Wärme aus Geothermie versorgt werden?

Die Geothermie in Garching liefert etwa 70 Grad Celsius heißes Wasser. Damit können 75% des geplanten Wärmebedarfs für die erste Stufe des Garchinger Fernwärmenetzes erzeugt werden. Um aber auch die restlichen 25%, das Gewerbegebiet in Hochbrück sowie Einrichtungen des Hochschul- und Forschungszentrums mit Wärme zu versorgen, reicht die Wärme aus Geothermie nicht aus. Dafür braucht es eine zweite regenerative Energiequelle – die Biomasse.

In südlich von München gelegenen Gemeinden – wie zum Beispiel in Unterhaching oder Sauerlach - erreicht die Geothermie Temperaturen von über 120 Grad Celsius. Hier reicht die Geothermie aus, um die komplette Wärmeversorgung der Grundlast zu erzeugen.

Die Spitzenlast – für besonders kalte Winter oder notwendige Wartungsarbeiten an den Erzeugungsanlagen – müssen in beiden Fällen fossil erzeugt werden.

Wann können die ersten Garchinger Wärme aus Geothermie beziehen?

Nach heutigem Planungsstand frühestens zur Heizperiode 2010/11, das heißt ab Oktober 2010. Sukzessive werden dann weitere Bauabschnitte des Fernwärmenetzes angeschlossen.

Wie viel kostet der Wärmebezug?

Es wird für den Wärmebezug grundsätzlich vier Preisbestandteile geben:

  • einmalige Hausanschlusskosten für die Erdarbeiten
  • die Wärmeübergabestation am Gebäude,
  • einen Grundpreis für die Bereitstellung des Anschlusses und
  • den so genannten Arbeitspreis, der die exakt verbrauchte Wärme in Rechnung stellt.

Es wird einen Frühbucherrabatt geben sowie Sondertarife für Gewerbetriebe.

Alles Weitere erarbeiten wir individuell für Sie.

Aktuelle Preisliste

Kann man sich schon heute als zukünftiger Abnehmer vormerken lassen?

Selbstverständlich. Sprechen Sie dazu einfach mit dem EWG-Beratungsteam: Andreas Hallweger, Telefon 089 / 32 70 77 15, freut sich auf Ihren Anruf.

Per Mail erreichen Sie unseren Vertriebsleiter unter andreas.hallweger(at)ewg-garching.de.

Welche Emissionen können durch das Biomasse-Heizkraftwerk entstehen?

Es werden nur Waldresthölzer und Altholz der Klassen AI und AII gemäß EEG zur Erzeugung von Strom und Wärme verbrannt. Es entstehen weder Feinstaub noch toxische Restdämpfe. Modernste, europaweit eingesetzte und überwachte Filtertechnik und die permanente Kontrolle der Brennstoffe schließen Belastungen für die Umwelt aus.

Die Genehmigungsplanung für Heizwerk und Heizkraftwerk werden selbstverständlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung umfassen.

Alle Biomassekraftwerke in Deutschland sind nur dann genehmigungsfähig, wenn sie eine 20jährige Liefergarantie vorweisen; hierfür ist AR-Recycling Garantiegeber. Es gibt sogar Biomassekraftwerke, die wegen fehlender 20 jähriger Vertragsbindung und einem daraus resultierenden Brennstoffmangel stillgelegt wurden.

Wie viel CO2 kann gegenüber einer Wärmelieferung aus fossilen Brennstoffen eingespart werden?

Bereits in Phase 1 des EWG-Projektes sparen wir in Garching gegenüber ausschließlich fossiler Wärmeerzeugung etwa 30.000 Tonnen CO2  pro Jahr. In Phase 2, der Ausbaustufe mit Geothermie UND Biomasse, sparen wir gegenüber ausschließlich fossiler Wärmeerzeugung etwa 70.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Würde man einen Wald pflanzen wollen, der diese Menge CO2 jährlich bindet, hätte dieser Wald eine Größe von rund 10.000 Hektar oder mehr als 14.000 Fußballfeldern.

Für welche Abnehmer ist die Fernwärmeversorgung sinnvoll?

Im Prinzip für alle Wärmebezieher in Garching: für Privathaushalte, Wohnungseigentümer-Gemeinschaften und Baugenossenschaften, für Gewerbetriebe und Einrichtungen des Hochschul- und Forschungszentrums.

Sprechen Sie dazu einfach mit dem EWG-Beratungsteam: Andreas Hallweger, Telefon 089 / 32 70 77 15, freut sich auf Ihren Anruf. Per Mail erreichen Sie unseren Vertriebsleiter unter andreas.hallweger(at)ewg-garching.de.


Was haben die Umfragen an private Haushalte und Garchinger Unternehmen ergeben?
 
Die EWG hat 2008 Privathaushalte und Garchinger Unternehmen nach ihrem Bedarf an regenerativer Wärmeversorgung befragt. Das Ergebnis: Die überwiegende Mehrzahl der Privathaushalte und der Garchinger Unternehmen steht dem EWG-Projekt positiv gegenüber. Selbst Haushalte, die vor kurzem in eine neue Heizungsanlage investiert haben und vorerst noch keinen neuen Anschluss brauchen, heißen das Projekt gut.

Der Fragebogen wurde an über 4.000 Haushalte und rund 700 Unternehmen in Garching verschickt. Viele Befragte baten um weitere Informationen zum Projekt. Insgesamt war die Resonanz sehr gut: Über 2.000 Haushalte interessieren sich für einen Anschluss ans zukünftige Fernwärmenetz der EWG, ein Großteil davon wünscht sich, bereits 2010 bei der ersten Wärmelieferung angeschlossen zu werden.

Mittwoch, 19. Oktober 2011
Einweihung der Geothermieheizzentrale

Downloads der Reden sowie Fotos am Ende des Artikels

Mittwoch, 24. August 2011
Attraktives Preismodell für Einfamilienhauskunden bis 25 kW

Bezahlbare Fernwärme für Jeden