Nach der erfolgreichen bergbaubehördlichen Abnahme der Bohranlage am Hüterweg steht dem Beginn der Bohrarbeiten für das Garchinger Geothermie-Projekt nichts mehr im Wege. Die Energie-Wende-Garching (EWG) wird im Lauf des 22. Januar die zweite Tiefenbohrung in Angriff nehmen, die angepeilte Tiefe beträgt 2.180 m. Ab dann dreht sich auf dem rund 12.000 m2 großen Bohrplatz am 21,4 m hohen Bohrturm das Bohrgestänge mit 60-100 Umdrehungen in der Minute. Mit einer Geschwindigkeit von 40-100 m/d arbeiten sich die Meißel ins Erdreich vor.
Über die Bohrdistanz verringern sich die Durchmesser der Bohrköpfe und der Futterrohre kontinuierlich. Bei der teleskopartigen Bohrung begann man mit einem Meißel mit einem Durchmesser von 58 cm; im letzten Teilabschnitt ab ca. 1.800 m Bohrlochlänge beträgt dieser nur noch ca. 22 cm. Wegen der höheren Aussichten, Tiefenwasser zu finden, haben sich die Fachleute wie bei der erfolgreich abgeschlossenen ersten Bohrung an der Ludwig-Prandtl-Straße wieder für eine sogenannte abgelenkte Bohrung entschieden, deshalb umfasst die Bohrlänge rund 2.400 m. Aus Gründen der Bohrlochsicherheit ist das Bohren rund um die Uhr notwendig. Vier bis fünf Spezialisten sind hier bis zum Abschluss der Arbeiten pro 12-Stunden-Schicht im Einsatz. Verläuft alles nach Plan, dann ist die Zieltiefe Ende März erreicht und vier Wochen später kann die Fündigkeit festgestellt werden.
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