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Die Bohrung

Schema der Bohrung

Aus geologischer Sicht spricht man in Garching von einer geothermischen Dublette. Dies bedeutet, dass an zwei verschiedenen Orten je eine Bohrung bis zur thermalwasserführenden Gesteinsschicht im Untergrund „abgeteuft“ wurde. Da das heiße Thermalwasser direkt zur Wärmeerzeugung genutzt wird, handelt es sich bei der EWG um eine hydrothermale Geothermienutzung.

Herzstück der Fernwärmeversorgung der EWG ist der Geothermiekreislauf – bestehend aus der Förderbohrung, den Geothermiewärmetauschern, der Heizzentrale und der Versenkbohrung. Mittels einer Tauchkreiselpumpe wird heißes Thermalwasser aus der Förderbohrung zutage gefördert und über erdverlegte, isolierte Rohrleitungen in die Heizzentrale gepumpt. In drei großen Titan-Plattenwärmetauschern findet eine Wärmeübertragung vom heißen Thermalwasser zum kühleren Fernwärmewasser, das von den Kundenanlagen in das Heizkraftwerk zurückgelangt, statt. Dadurch wird das Thermalwasser abgekühlt und das Fernwärmewasser aufgeheizt. Das so abgekühlte Thermalwasser gelangt durch eine weitere erdverlegte, isolierte Rohrleitung von der Heizzentrale zur Versenkbohrung. Dort wird es wieder der Schicht zugeführt, aus der es entnommen wurde. Durch diese rein energetische Nutzung des Thermalwassers bleibt die Massenbilanz im Untergrund erhalten, und seismologische Ereignisse in der Erde werden ausgeschlossen.

Die beeindruckenden technischen Eckdaten der Geothermie-Anlage:

Förderbohrung, Hüterweg 22 in Garching

Förderpumpe

Versenkbohrung, Ludwig-Prandtl-Str. 7 in Garching

Geothermiewärmetauscher