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Die Geothermie-Heizzentrale

Im Inneren der Heizzentrale

In der Heizzentrale, südlich des Hochschul- und Forschungscampus gelegen, wird die Wärme für das Fernwärmenetz und Strom für die Fernwärmepumpe erzeugt. Das ansprechend mit Holz verschalte Gebäude direkt neben der U-Bahn-Strecke beherbergt alle technischen Einrichtungen, die für den sicheren Betrieb des gesamten Netzes notwendig sind. Hier sind die 3 Geothermie-Wärmetauscher zur Entwärmung des Thermalwassers und Aufheizung des Fernwärmewassers untergebracht. Weithin sichtbar ist der blaue Schornstein für die beiden Redundanzheizkessel, die, sollte die Geothermie-Anlage einmal unerwartet ausfallen, weiterhin die Wärmeerzeugung gewährleisten und alle Kunden mit Wärme versorgen. Die Kessel heizen außerdem an kalten Tagen die aus der Geothermie gewonnene Temperatur gleitend auf, damit in jedem Objekt, das mit Fernwärme versorgt wird, ein angenehmes Komfortniveau auch an kältesten Tagen gewährleistet ist. Daneben erzeugt das Blockheizkraftwerk (BHKW) als Kraft-Wärme-Kopplungsmaschine den Strom für den Eigenbedarf.

Die Pumpen – zwei große für den Winter und eine kleinere für die Sommermonate –, die das Fernwärmewasser im gesamten Netz umwälzen und zu jeder einzelnen Kundenstation fördern, sind ebenfalls in der Geothermie-Heizzentrale platziert.

Die Versorgungs- und Ausfallsicherheit für die Geothermie-Heizzentrale hat oberste Priorität. So gibt es zwei voneinander unabhängige Stromnetzeinspeisungen, zwei Hochspannungstrafos, von denen jeder für sich die elektrische Gesamtleistung der Heizzentrale abdecken kann, ein Notstromaggregat und eine Batterieanlage zur Absicherung aller Computer und Steuergeräte. Darüber hinaus gibt es auf dem Gelände einen Anschlusspunkt für ein großes, dieselbetriebenes Netzersatzaggregat, das sogar das Heizwerk komplett mit Strom – unabhängig vom öffentlichen Netz – versorgen könnte. Die Redundanzheizkessel werden mit Erdgas betrieben, können jedoch bei Ausfall der Gaslieferung auch mit Heizöl befeuert werden, wodurch auch bei der Spitzenlasterzeugung eine zusätzliche Redundanz gegeben ist.

Photovoltaikanlage am Dach der Heizzentrale

Um das Potenzial am Standort bis zur Gänze auszuschöpfen, ist auf dem Dach der Geothermie-Heizzentrale eine Photovoltaikanlage mit fast 120 kW Leistung installiert. Sie ist dem Bürgersolarpark Garching angeschlossen und leistet einen zusätzlichen Beitrag zum ganzheitlichen Klimaschutzkonzept der Stadt.

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