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Geothermie

Das Wort „Geothermie“ stammt aus dem Altgriechischen (geo: Erde; therme: Wärme) und bedeutet Erdwärme. Der Begriff bezeichnet die gespeicherte Wärme im uns zugänglichen Teil der Erdkruste, die entzogen und genutzt werden kann. Sie kann entweder direkt verwendet werden - etwa zum Heizen und Kühlen - oder indirekt zur Erzeugung von elektrischem Strom.

Da sie in Prozessen entsteht, die kontinuierlich fortbestehen, zählt sie zu den erneuerbaren Energien. Die Geothermie ist eine langfristig nutzbare Energiequelle. Sie macht sich zunutze, dass 99 Prozent der Erde heißer sind als 1.000 Grad Celsius. Allein mit den Wärmevorräten, die in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind, könnte im Prinzip rein rechnerisch der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre gedeckt werden.

Zu einem Teil nutzt man Restwärme aus der Zeit der Erdentstehung, zum anderen Teil Wärme aus radioaktiven Zerfallsprozessen und Wärmeströme aus dem Erdinneren. Je nach Bohrtiefe unterscheidet man zwischen oberflächennaher und tiefer Geothermie.

Energie aus tiefer Geothermie kann durch unterschiedliche Verfahren gewonnen werden. In Garching kommt ein so genanntes hydrothermales System zum Einsatz, das auf heißes, unterirdisches Thermalwasser zugreift. Dieses wird durch eine Bohrung an die Oberfläche befördert und gibt seine Wärmeenergie ab, bevor es wieder nach unten zurückgeführt wird.

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