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Glossar

Anschlussleistung
Die Anschlussleistung zeigt den Leistungsbedarf eines an die Wärmeversorgung angeschlossenen Gerätes an.

Anschlusskosten
Einmalige Kosten für die Installation des Fernwärmeanschlusses. Entspricht beim Auto dem Kaufpreis.

Arbeitspreis
Preis für eine Einheit verbrauchter Wärme. Vergleichbar mit den Kosten pro Liter Benzin beim Auto.

Blockheizkraftwerk
Die EWG hat 2014 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen, um lokal Strom für die Geothermie-Heizzentrale und die Förderpumpe zu produzieren und Stromkosten zu sparen. Die Wärme aus dem BHKW wird in das Fernwärmenetz eingespeist.

Bohrfortschritt
Vortriebsgeschwindigkeit des Bohrers, wird meist in Metern pro Stunde angegeben.

Dublette
Die geothermische Dublette besteht aus zwei Bohrungen. Mit der Förderbohrung wird Wasser entnommen, durch die Reinjektionsbohrung wird das erkaltete Wasser wieder in den Untergrund geleitet

Energiebilanz
Energiebilanzen erlauben es, rechnerisch den Aufwand von Primärenergie in ein Verhältnis zur Nutzenergie zu stellen. Sie bilden die Grundlage für einen sparsamen Umgang mit Energie und erlauben es, Energieverluste aufzufinden, mengenmäßig darzustellen und zu vermeiden.

Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die Energieeinsparverordnung ist ein Teil des deutschen Baurechts. Sie schreibt Bauherren Anforderungen zum effizienten Energieverbrauch ihres Gebäudes oder Bauprojektes vor. Sie gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und gewisse Betriebsgebäude.

Erdkruste
Die Erdkruste ist die äußere, feste Schicht der Erde und mit der Schale bei einem Apfel vergleichbar. Sie ist bis zu 40 km dick. Unter ihr liegen der feste bis zäh-plastische Erdmantel und 2900 km tiefer der großteils flüssige Erdkern.

Erneuerbare Energie
Erneuerbare Energie, auch regenerative Energie genannt, bezeichnet Energie aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Mit dem EEG wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert. Die Stromerzeuger erhalten dabei einen bestimmten Vergütungssatz für jede Kilowattstunde, die sie ins Stromnetz einspeisen.

Erdwärme
Deutsches Wort für Geothermie

Fernwärme
Als Fernwärme bezeichnet man den Transport von Wärme in einem gedämmten, überwiegend erdverlegten Rohrsystem vom Erzeuger zum Verbraucher. Fernwärme wird meist zur Heizung von Gebäuden benutzt.

Geologie
Die Geologie ist die Wissenschaft vom Aufbau, von der Zusammensetzung und Struktur der Erde, ihren physikalischen Eigenschaften und ihrer Entwicklungsgeschichte. Außerdem untersucht die Geologie die Prozesse, die die Erde formten und auch heute noch formen.

Geothermie
Die Geothermie oder Erdwärme ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann und zählt zu den erneuerbaren Energien. Sie kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen, als auch zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung.

Grundlast
Grundlast bezeichnet den Stromverbrauch, der während eines Tages in einem Stromnetz nicht unterschritten wird.

Grundlastfähig
Eine Energiequelle ist grundlastfähig, wenn sie dauerhaft und unterbrechungsfrei Strom liefern kann. Solche Energiequellen werden eingesetzt, um die Grundlast zu decken.

Grundpreis
Preis, der monatlich für den Anschluss an das Fernwärmenetz anfällt. Beim Auto vergleichbar mit Steuer und Versicherung.

Hydrogeologie
Wissenschaft vom Wasser in der Erdkruste.

Hydrothermale Geothermie
Für die hydrothermale Geothermie werden in großen Tiefen natürlich vorkommende Thermalwasservorräte, so genannte Heißwasser-Aquifere angezapft. Die hydrothermale Energiegewinnung ist je nach Wassertemperatur als Wärme oder Strom möglich.

KfW Bankengruppe (KfW)
Bankengruppe, die sich im Besitz des Bundes und der Länder befindet und Förderungen sowie zinsgünstige Förderkredite vergibt.

Kilowatt (kW)
Physikalische Maßeinheit für die Leistung. Ein Kilowatt sind 1.000 Watt.

Kilowattstunde (kWh)
Eine Kilowattstunde entspricht der Energie, welche eine Maschine mit einer Leistung von 1.000 Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Bei einer Energieerzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung wird sowohl die dabei entstehende Abwärme als auch die durch Energieumwandlung erzeugte elektrische Energie zu weiten Teilen genutzt.

Liter pro Sekunde
Einheit, in der ein Wasservolumen pro Zeit gemessen wird, z.B. entspricht 1 l/s einem Wert von 3.6 m³ (Kubikmeter) /Stunde oder 86,4 m³ pro Tag. Ein Kubikmeter sind 1.000 Liter.

Malmkarst
Karst, der in der Malm-Zeit vor zirka 163 - 135 Millionen Jahren entstanden ist.

Megawatt
Physikalische Maßeinheit für die Leistung. Ein Megawatt sind 1.000.000 Watt.

Molasse
Molasse ist das Abtragungsmaterial eines Gebirges in der Spätphase seiner Entstehung.

Nahwärme
Übertragung von Wärme zwischen Gebäuden zu Heizzwecken, wenn die Wärmeübertragung im Vergleich zur Fernwärme nur über verhältnismäßig kurze Strecken erfolgt.

Netzverlust
Der Netzverlust oder Übertragungsverlust ist die Differenz zwischen erzeugter Energie im Kraftwerk und der verbrauchten Leistung. Er entspricht somit der Energie, die beim Transport zum Kunden „verloren geht“.

Nutzenergie
Energie, die dem Endnutzer für die gewünschte Energiedienstleistung zur Verfügung steht. Mögliche Formen der Nutzenergie sind Wärme, Kälte, Licht, mechanische Arbeit oder Schallwellen.

Preventer
Sicherheitsvorrichtung zur Absperrung des Bohrloches in jeder Betriebsphase, um unkontrolliertes Austreten von Thermalwasser oder Gas aus der Bohrung zu verhindern.

Primärenergie
Als Primärenergie bezeichnet man die Energie, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht. Energiequellen für Primärenergie sind z.B. Kohle, Gas, Erdöl, Kernenergie aber auch erneuerbare Energieträger wie die Geothermie.

Regenerative Energie
siehe Erneuerbare Energie

Reinjektion
Rückführung von aus dem Untergrund entnommenen Flüssigkeiten (hier: Wasser) in die Entnahmeschicht.

Schicht
Tafel- oder plattenförmiger Gesteinskörper.

Schüttung
Mit Schüttung bezeichnet man das je Zeiteinheit aus einer Quelle austretende Wasservolumen.

Süddeutsches Molassebecken
Das Süddeutsche Molassebecken ist ein Gebiet im süddeutschen Alpenvorland. Die geologische Schicht im Molassebecken - der „Malmkarst“ - fällt von Norden nach Süden ab. Hierdurch werden Bohrtiefen und Temperaturen der Gewässer beeinflusst. Im Raum München sind die Voraussetzungen für hydrothermale Geothermie sehr gut: Tief unter der Erdoberfläche befindet sich ein riesiger Vorrat an heißem Wasser, der relativ einfach angezapft werden kann.

Teufe
Bergmännisches Wort für Tiefe. Hierbei wird zwischen der Bohrstrecke MD (measured depth), und der vertikalen Tiefe TVD (true vertical depth) unterschieden.

Temperaturgradient
Als Temperaturgradient bezeichnet man einen räumlichen Temperaturunterschied. Im Bereich der Geothermie gibt der Temperaturgradient an, um wie viel die Temperatur steigt, wenn man Richtung Erdkern vordringt. In der Regel wird die Zunahme der Temperatur pro 100 m Tiefe angegeben. Als Richtwert kann man sagen, dass die Temperatur durchschnittlich alle 33 Meter um ein Grad Celsius steigt, weshalb man deshalb auch oft einen Gradienten von 3 Grad Celsius pro 100 Meter angibt.

Thermalwasser
Grundwasser mit einer erhöhten Temperatur.

Therme
Natürlicher (z.B. Quelle) oder künstlicher (z.B. Bohrung) Thermalwasseraustritt.

Verlustwärme
Bei jeder Energieumsetzung entstehen je nach Wirkungsgrad Verluste verschiedener Art. Die Summe aller verlorenen Energie nennt man Verlustwärme.

Watt
Physikalische Maßeinheit für die Leistung.

Wärmeanschlusswert
Der Wärmeanschlusswert eines Netzes oder eines Kunden gibt den Bedarfswert des Wärmeverbrauchs dieses Netzes oder Kunden an. Er findet besondere Verwendung in der Fernwärmewirtschaft.

Wärmetauscher
Der Wärmetauscher oder Wärmeübertrager ist ein Apparat, der Wärme von einem Stoffstrom auf einen anderen überträgt.

Wärmeübergabestation
In der Wärmeübergabestation findet der Wärmeaustausch zwischen dem Fernwärmenetz und der hauseigenen Heizungsanlage statt. Wärmeübergabestationen sind erheblich kleiner als Ölkessel und Ölbrenner.